Pflege

Nach unserer Vereinsgründung am 31. Mai 2017 fokussierte sich unsere Arbeit vor allem auf den Beginn der Planungen zur Umsetzung des Integrativen Stadttaubenkonzeptes und der Erstellung eines Fahrplans für unsere Öffentlichkeitsarbeit. Anfang September 2017 kam dann aber vollkommen unerwartet unsere erste Pflegetaube zu uns. Mit Heidi begannen wir nun auch mit der Pflege. Seitdem haben wir diesbezüglich stetig unser Wissen erweitert und bereits über 100 Tauben gepflegt. Sei es ein Jungtier, das aus dem Nest gefallen ist und eine Rückführung nicht möglich ist, ein Flügelbruch oder ein Parasitenbefall. Wir sind sehr dankbar, dass ein Großteil unserer Pflegetiere gerettet werden konnte.

Stadttauben, die bleibende Beeinträchtigungen davontragen, bekommen in unserer Handicap-Voliere in Hann. Münden eine sichere Endstelle. Da Endstellen leider irgendwann voll ausgelastet sind, suchen wir hier immer wieder nach neuen Kontakten. Zusätzlich müssen wir für Stadttauben, die an Paramyxovirose (PMV) erkrankt sind, eine spezielle Endstelle nur mit weiteren PMV-Tauben finden. Sie zeigen zwar bei überstandener Erkrankung keine Symptome mehr (was oft mehrere Wochen intensive Pflege verlangt), jedoch ist es momentan empirisch umstritten, ob sie weiterhin Paramyxoviren ausscheiden können. Die Datenlage ist hier nicht eindeutig. Auch hier sind wir auf ständiger Suche nach Partnerinnen und Partnern.

Leider sind unsere Ressourcen als kleiner ehrenamtlicher Verein begrenzt, weshalb es manchmal auch vorkommt, dass alle unsere Pflegeplätze belegt sind. In diesem Fall empfehlen wir, sich an die örtliche Berufsfeuerwehr zu wenden.

Jungtauben bei Ankunft in ihrer Pflegestelle (Mai 2020)
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